Für mich ist meine Malerei eine Sprache, die ich ständig weiter lerne. In ihrem Spiegel kann ich meine wahren Gedanken erkennen. Deshalb inspiriert es mich, Bilder zu schaffen, die wie Türen sind - die Menschen dazu motivieren, die Ebene ihrer Wahrnehmung und Erfahrung zu erweitern und neue Perspektiven auf Vertrautes zu gewinnen.
Es ist meiner Meinung nach wichtig, alle Aspekte des Daseins zu durchleuchten, helle wie dunkle. Dunkle Aspekte können Angst machen, sie sind aber oft wichtige Katalysatoren für fällige Veränderungen. Ohne dass in der Natur Dinge absterben, kann kein fruchtbarer Boden für neues Leben entstehen. Ohne die Möglichkeit, negative Erfahrungen zu machen, können wir nicht wissen, wenn es uns gut geht.
Ich sehe meine Arbeit in erster Linie als eine Reise mit offenem Ziel, auf der ich mich an meiner inneren Stimme orientiere. Nur so lange die Dinge verhandelbar und im Fluss sind, kann Entwicklung geschehen, Abgeschlossenes ist quasi "tot". Kreativität ist für mich hingegen die universelle Kraft, die in einer polaren Welt voller zerstörerischer Machtkämpfe und Krisen das Überleben möglich macht und immer wieder das Neue gebiert.